Löschmittel

 

Feuerlöschmittel Pulver

Man unterscheidet:
  • ABC-Feuerlöschpulver
  • BC-Feuerlöschpulver
  • D-Feuerlöschpulver
  • lm pulverFeuerlöschpulver unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind. Der Löschmittelstrahl ist elektrisch nicht leitend, daher ist eine Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt möglich.

    Die Wirkung in den Brandklassen B und C (Flammenbrände) beruht auf dem antikatalytischen Effekt, also einem direkten Eingriff in den Reaktionsablauf der Verbrennung (bewirkt einer Kettenabbruchreaktion). Bei Feuerlöschern mit nur BC-Pulver kann es – vor allem bei Bränden der Brandklasse A – zu Rückzündungen kommen!

    ABC-Feuerlöschpulver sind für die Brände der Brandklassen A, B und C geeignet und zugelassen. Damit sind ABC-Feuerlöschpulver echte Universallöschmittel, die gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens mit Erfolg eingesetzt werden können. Die (zusätzliche) Wirkungsweise der ABC-Feuerlöschpulver in der Brandklasse A (Glutbrände) beruht auf der Ausbildung von Schmelzschichten, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfalten. Damit wird die Diffusion von Sauerstoff in den Brandherd und die Aufheizung der unmittelbaren Brandumgebung verhindert sowie Rückzündungen unterbunden. ABC-Pulver zeichnen sich durch einen schlagartig eintretenden Löscheffekt und hohe Löschleistung aus.

    D-Feuerlöschpulver ist ausschließlich für Brände der Klassen D geeignet. Das Pulver versucht den Brand (Temperaturen bei weit über 1000°C) zu ersticken und verhindert die Bildung von Knallgas, welches entsteht wenn man versuchen so einen Brand mit z.B.: Wasser zu löschen. Dabei spaltet sich das aufgebrachte Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, welches in weiterer Folge explodieren kann!

    ACHTUNG auf Fluchtwegen: In der Pulverwolke gibt es keine Sicht und sie bekommen darinnen kaum Luft!!!

    Feuerlöschmittel Schaum

    lm schaumSchaumlöschmittel werden verwendet für Brände der Brandklassen A und B. Durch die Eigenschaft, auf Flüssigkeiten und festen Gegenständen eine Sperrschicht zu bilden, sind Schaumlöschmittel vorwiegend für Oberflächenbrände geeignet. Da der Löschschaum heute gesundheitsunbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich besonders für den Einsatz in der Wohnung. Umliegende Einrichtungsgegenstände werden durch Schaum weniger beeinträchtigt, da der Brandherd gezielter bekämpft werden kann.
    Schaumlöschmittel wirken, indem sie auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, sehr schnell eine gasdichte Schaumdecke bilden, die sich über die gesamte Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet (Brandklasse B). Die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, bewirkt hervorragende Löscheigenschaften auch bei Bränden fester Stoffe (Brandklasse A)

    Feuerlöschmittel Kohlendioxid (CO2)

    lm CO2Kohlendioxid ist für die Bekämpfung von Bränden der Klasse B (und C) zugelassen, also gegen Brände von Flüssigkeiten (und Gasen). Es löscht rückstandsfrei und ist elektrisch nicht leitend. Daher wird auch gerne bei Bränden von (sensiblen und teuren) elektrischen Anlagen und Geräten eingesetzt. Da das austretende Gas nur eine geringe Wurfweite hat, muss beim Löschvorgang sehr nahe an den Brandherd heran gegangen werden. Kohlendioxid löscht durch seine erstickende Wirkung (Verdrängung des Luftsauerstoffes). Die Kühlwirkung des Kohlensäureschnees ist sehr gering und spielt daher für den Löscheffekt kaum eine Rolle. Durch die rasch eintretende Vermischung mit der Umgebungsluft ist eine anhaltende Löschwirkung nicht gegeben und eine Rückzündung niemals auszuschließen.
    Kohlendioxid wird aufgrund seiner Löscheigenschaften meistens nur in geschlossenen Räumen eingesetzt. Einsatzbereiche sind Laboratorien, elektrische Anlagen, EDV-Räume und viele andere Arten des Raum- und Objektschutzes in Verbindung mit mobilen oder stationären Anlagen. Zunehmend wird Kohlendioxid auch als Ersatzprodukt für Halone eingesetzt.
    Die Verwendung von CO2 als Feuerlöschmittel birgt aber besondere Gefahren und erfordert Sicherheitsmaßnahmen:
    Bei einem Einsatz in geschlossenen Räumen müssen wegen des rasch eintretenden akuten Sauerstoffmangels alle Personen rechtzeitig vorher gewarnt und evakuiert werden. Der Erstickungsgefahr kann durch Verwendung von umluftunabhängigem Atemschutz vorgebeugt werden, ungeschützte Personen müssen die Räume sofort verlassen. Nach Verwendung des Löschmittels ist ausreichend zu lüften, bevor ungeschützte Menschen den Raum wieder betreten dürfen. Bei Beachtungen der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gibt es keine Bedenken gegen den Einsatz dieses Feuerlöschmittels.

    Feuerlöschmittel Wasser

    lm wasserWasser ist wohl das älterste und erste Löschmittel was jemanden hierzu einfällt. Reines Wasser ist nur geeignet für die Brandklasse A. Durch die kühlende Löschwirkung ist es ein effektives Löschmittel für Feststoffbrände. Zum Löschen von Flüssigbränden ist Wasser aber völlig ungeeignet, da es zum Beispiel beim Auftreffen auf brennendes Fett eine explosionsartige Ausbreitung des Feuers verursacht, was zu Verletzungen führen kann. Heute werden dem Löschmittel Wasser auch Netzmittel beigemengt, um die Löschleistung zu erhöhen und den Wasserbedarf zu minimieren. Netzmittel werden zugesetzt, um durch Herabsetzen der Oberflächenspannung das Eindringen des Löschmittels in das Brandgut zu verbessern oder erst zu ermöglichen.

    Sonderlöschmittel für Fettbrände

    lm fettbrandDas Fettbrandlöschmittel ist ein wässriges Löschmittel und die Löschwirkung basiert auf einer Verseifung (Hydrolyse eines Esters), wodurch Salze entstehen. Das Löschmittel bildet eine Sperrschicht über dem Öl oder Fett, wodurch die Aufnahme von Sauerstoff unterbunden wird. Zugleich kühlt das Löschmittel die brennende Flüssigkeit unter die Selbstzündungstemperatur herunter und verhindert somit ein erneutes Aufflammen des Brandes. Zusammenfassend ist es das einzige wirksames Löschmittel gegen Fettbrände, welches sehr effektiv wirkt und bedingt auch für Brände der Brandklasse A und B geeignet ist.

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